Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

  • USA
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  • 105 Minuten,
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    • Deutsch,
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  • Unsere Meinung
Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

Wer kennt ihn nicht, Dr. Frankensteins buckeligen Assistenten Igor (Daniel Radcliffe). Doch bevor er seinem Meister zu zweifelhaftem Ruhm bei der Erweckung seines Monsters verhelfen kann, fristet der hochintelligente Igor ein trauriges Dasein als Witzfigur in einem Zirkus. Als buckliger Freak von den Zuschauern zugleich gefeiert und ausgebuht, erkennt keiner sein inneres Genie. Selbst wenn er sich in seiner kurzen freien Zeit dicken Wälzern und medizinischen Fachbüchern widmet, wird er dafür verlacht.

Assistent des Wahnsinns

Igors Leben ändert sich schlagartig, als Victor Frankenstein (James McAvoy) sein wahres Talent entdeckt und ihn aus den fürchterlichen Lebensumständen im Zirkus herausholt. Zusammen mit seinem Retter und großen Vorbild wagt sich Igor an waghalsige Experimente und verliert dabei immer mehr den Sinn für richtig und falsch. Erst als er sich in die schöne Trapezkünstlerin Lorelei (Jessica Brown Findlay, Winter’s Tale) verliebt und die Experimente so verrückt werden, dass ein Inspektor (Andrew Scott, Spectre) sich ihrer annimmt, stellt Victor sich die Frage, ob sich seine Moral mit der Dankbarkeit für seinen Retter überhaupt noch vereinen lässt.

Rechte: Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Selbst 200 Jahre nach Erscheinen des blutigen, intelligenten und schockierenden Romans von Mary Shelley zieht die Geschichte des verrückten Wissenschaftler, der aus Leichenteilen Leben machen will, Leser und Kinogänger zugleich in den Bann. Nach dem bahnbrechenden Erfolg der Universalverfilmung mit Boris Karloff in der Titelrolle vor etwas über 80 Jahren, kam ein Indiemeisterwerk von Bernard Rose, der mit Frankenstein – Das tödliche Experiment einen neuerlichen Meilenstein in der Verfilmungsgeschichte der klassischen Literatur schuf. Auch die Horrorserie Penny Dreadful punktet mit einem wahnwitzig-genialen Handlungsstrang, basierend auf Shelleys Frankenstein-Story, inszeniert von Regietalent John Logan.

Same Story, New Faces

Mit Victor Frankenstein bringt Regisseur Paul McGuigan (Lucky Number Slevin) einen völlig neuen Ansatz der Geschichte in die Kinos: Er macht Igor, den irren Assistenten, zum Protagonisten und verleiht ihm nicht nur Charakter, sondern auch eine authentische Geschichte und ein wohlbekanntes Gesicht: Kein geringerer als Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe haucht dem buckligen Freak Leben ein, während X-Men-Star James McAvoy seinen dem Wahnsinn verfallenden Retter und Meister mimt.

Gruselige Unterhaltung

Am Anfang holt der Film alles aus der Geschichte raus, was rauszuholen geht, punktet mit frischen Gesichtern, einer authentischen Story und der emotionalen Inszenierung, die Historienaction im Übermaß bietet. Obwohl mit fortlaufender Zeit etwas an Authentizität und Frische eingebüßt werden, ist der Film dennoch ein gelungener Abnehmer des Frankenstein-Motivs, wenn er auch mit den großen Klassikern nicht mithalten kann und auch auf die Liste der Filme gehört, die es nicht mit Shelleys Buch aufnehmen können. Aber welcher Film konnte es jemals wirklich mit der Buchvorlage aufnehmen? Eben.

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